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Tangerhütte weiter als Modellregion "Land.Digital" im Rennen

Die Einheitsgemeinde Stadt Tangerhütte im Norden von Sachsen-Anhalt ist weiter im Rennen als Modellregion „Land.Digital“. „Unser eingereichter Antrag wurde nun von der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) als deutschlandweit eines von 79 Projekten bewertet und als innovativ eingestuft“, sagte Bürgermeister Andreas Brohm (parteilos) am 08. Juli in Tangerhütte. „Damit haben wir weiterhin die einmalige Möglichkeit, mithilfe eines einzigartigen Ansatzes die Chancen der Digitalisierung auf den ländlichen Raum zu übertragen.“ Die Einheitsgemeinde hatte sich im vergangenen Jahr zusammen mit hochkarätigen Partnern um die Bundesförderung beworben.

Mit dem Projekt soll gezeigt werden, wie die strukturbedingten Nachteile einer ländlichen Region, etwa bei der Mobilität, der Nahversorgung und der gesellschaftlichen Teilhabe, aufgehoben werden können. „Wir wollen zusammen mit dem Bürger digitale Anwendungen schaffen, die allen nützen sowie den Sprung in das Zeitalter des schnellen Internets erleichtern“, so Brohm weiter. Er sei optimistisch, dass Tangerhütte als Modellregion überzeugen könne und erwarte einen positiven Bescheid vom BLE.

Für die Realisierung des Projektes ist ein Konsortium, bestehend aus der Einheitsgemeinde Stadt Tangerhütte, Mircosoft Deutschland, Fraunhofer IESE, Teleport sowie die Kommunale IT-Union gegründet worden. „Land.Digital“ ist ein Förderprogramm für ländliche Räume. Insgesamt sind 200.000 Euro Fördermittel beantragt worden. Die Förderphase würde über einen Zeitraum von etwa zwei Jahre gehen und könnte am 1. Januar 2019 beginnen. Das Ziel der Bewerbung ist es, die Einheitsgemeinde Stadt Tangerhütte als Region auf dem Weg zur Digitalisierung mit innovativen Ideen voran zu bringen.

Projekt beispielgebend für ländliche Räume in Deutschland

Die Mitglieder des Konsortiums bewerten das Projekt als beispielgebend für die zukünftige Entwicklung ländlicher Räume in der Bundesrepublik. „Deutschland steht wie kein anderes Land für dezentrale Prosperität“, sagte Gerald Swarat vom Fraunhofer IESE. Es gelte die Frage zu beantworten: Welche Voraussetzungen müssen geschaffen werden, damit Jung und Alt auch außerhalb der Großstädte glücklich leben und arbeiten können?

„Die digitale Transformation leistet einen zentralen Beitrag zur Verbesserung der kommunalen Nahversorgung in ländlichen Regionen. Damit wir dieses Potenzial voll ausschöpfen können ist es entscheidend, neue digitale Dienste frühzeitig und zusammen mit den Bürgern zu erproben“, sagte Daniel Worlikar von Microsoft Deutschland. So könnten Verwaltung und Bürger gemeinsam lernen, wie sie ihre Region nachhaltig fit für die Zukunft machen.

„In Tangerhütte finden wir den Mut zur Zukunft und die Tatkraft zur Gestaltung“, sagte der Geschäftsführer der Teleport GmbH, Thomas Patzelt. Das gemeinsame Ziel seien Nachhaltige Anwendungen, die bereits bestehende Vorteile des Landlebens weiter aufwerten. „Wir wollen Tangerhütte zu einem besonders erlebenswerten Ort machen.“

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