Steuerungsgruppe berät Entwurf der Nachhaltigkeitsstrategie
Pressemitteilung Nr. 227/2026
Die Steuerungsgruppe zur Erarbeitung der Nachhaltigkeitsstrategie der Einheitsgemeinde hat am 23. September 2026 im Kulturhaus Tangerhütte den aktuellen Entwurf der Strategie beraten.
Im Mittelpunkt der Sitzung standen die Leitlinien, strategischen Ziele und vorgesehenen Maßnahmen. Die Mitglieder prüften, ob die bisherigen Schwerpunkte die Herausforderungen und Entwicklungsperspektiven der Einheitsgemeinde ausreichend abbilden und welche Maßnahmen Bestandteil der endgültigen Strategie werden sollen.
Schwerpunkte werden konkretisiert
Die Nachhaltigkeitsstrategie soll einen Orientierungsrahmen für die Entwicklung der Einheitsgemeinde bis 2035 schaffen. Der Entwurf umfasst unter anderem die Themen Klimaschutz und Klimaanpassung, Wohnen und Daseinsvorsorge, gesellschaftlicher Zusammenhalt, wirtschaftliche Entwicklung, nachhaltige Verwaltung sowie kommunale und internationale Zusammenarbeit.
In der Steuerungsgruppe wurden die vorgesehenen Maßnahmen an Themenständen beraten. Dabei ging es insbesondere um ihre praktische Umsetzbarkeit, notwendige personelle und finanzielle Ressourcen sowie um die Frage, welche Vorhaben für die langfristige Entwicklung der Einheitsgemeinde von besonderer Bedeutung sind.
Die Ergebnisse der Beratung werden nun ausgewertet und in den Entwurf eingearbeitet. In die bisherige Erarbeitung sind auch Ergebnisse aus Bürgerbefragungen und vorangegangenen Beteiligungsformaten eingeflossen.
Koordinatorin Jenny Bartels „Die Strategie muss klare Schwerpunkte setzen. Für die Einheitsgemeinde geht es insbesondere um eine Demografie feste und finanzierbare Infrastruktur, lokale Wertschöpfung aus erneuerbaren Energien, die wirtschaftliche Entwicklung unserer Standorte sowie eine leistungsfähige Verwaltung. Die Nachhaltigkeitsstrategie soll dafür einen verlässlichen Orientierungsrahmen schaffen.“
Beratung in den politischen Gremien folgt
Im Oktober soll der überarbeitete Entwurf abschließend im Kernteam beraten werden. Anschließend beginnt die Beratung in den politischen Gremien. Am 9. Dezember 2026 soll dann der Stadtrat final über die Nachhaltigkeitsstrategie entscheiden.
Ansprechpartnerin für Rückfragen: Jenny Bartels Koordinatorin für kommunale Entwicklungspolitik Telefon: +49 (0) 39 35 93 17 33 E-Mail: partnerschaften@tangerhuette.de
Hintergrundinformation
Die Einheitsgemeinde beteiligt sich am bundesweiten Förderprogramm „Koordination für kommunale Entwicklungspolitik“. In diesem Rahmen wurde eine geförderte Koordinationsstelle eingerichtet, die nachhaltige Entwicklung strategisch in Verwaltung und kommunalem Handeln verankern soll. Ergänzend wurde das Programm „Global nachhaltige Kommune – bundesweit 2025“ bewilligt. Ziel ist es, mit Unterstützung der Servicestelle Kommunen in der Einen Welt (SKEW) sowie eines beauftragten Beratungsunternehmens Leitlinien, Ziele und konkrete Maßnahmen zu erarbeiten und diese in einer kommunalen Nachhaltigkeitsstrategie zu bündeln. Die fachliche Begleitung erfolgt durch die EBP Deutschland GmbH (Berlin). Beide Programme werden über Engagement Global mit ihrer Servicestelle Kommunen in der Einen Welt (SKEW) mit Mitteln des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) gefördert.
Ein zentraler Bestandteil der kommunalen Entwicklungspolitik ist die Partnerschaft mit dem Lüderitz Town Council in Namibia. Der Stadtrat der Einheitsgemeinde hatte bereits 2019 einstimmig beschlossen, diese Partnerschaft unter Einbeziehung der Ortschaft Lüderitz aufzubauen und zu vertiefen. Unterstützt wurde der Prozess durch das Honorarkonsulat in Hannover.
Im November 2022 reiste erstmals eine Delegation der Einheitsgemeinde nach Namibia. Die Küstenstadt Lüderitz zählt rund 15.000 Einwohner. Große soziale Herausforderungen prägen die Kommune: Themen wie Abfallentsorgung, Trink- und Abwasser, die Produktion von Wasserstoff, der Ausbau des Hafens, sowie eine Expansion der Stadt sind von besonderer Relevanz. Seit 2025 hat Lüderitz (Namibia) eine Projekt-Partnerschaft mit der Stadt Leipzig. Daraus entstand eine Zusammenarbeit zwischen Lüderitz-Leipzig-Lüderitz/Tangerhütte.
Ziel dieser Vernetzung ist der Erfahrungsaustausch zur Umsetzung der Agenda 2030 auf kommunaler Ebene sowie die Entwicklung konkreter Projekte innerhalb der Partnerschaft.