Tangerhütte investiert in Inklusion: Freibäder werden barrierefrei!
Pressemitteilung Nr. 254/2026
Der Stadtrat der Einheitsgemeinde Stadt Tangerhütte hat in seiner Sitzung am 30. September 2026 einen wichtigen Beschluss gefasst, der die Barrierefreiheit in den städtischen Freibädern erheblich verbessern wird. Für die Freibäder in Tangerhütte und Lüderitz wird jeweils ein Schwimmbadlift mit Auffahrblech angeschafft. Diese Maßnahme zielt darauf ab, allen Bürgerinnen und Bürgern, unabhängig von körperlichen Einschränkungen, den Zugang zu den Schwimmbecken zu ermöglichen.
Ein wichtiger Schritt für mehr Inklusion und Teilhabe
Bislang waren die Schwimmbecken in den Freibädern Tangerhütte und Lüderitz für Menschen mit Gehbeeinträchtigungen nicht barrierefrei zugänglich. Dies ändert sich nun grundlegend. Die neuen Hebevorrichtungen ermöglichen es Menschen jeden Alters mit Mobilitätseinschränkungen, sowohl das Schwimmer- als auch das Nichtschwimmerbecken sicher und selbstständig zu nutzen.
Die Anschaffung dieser Lifte schafft generationsgerechte Angebote. So wird nicht nur der einfache Badespaß für alle ermöglicht, sondern auch körperliches Training, Rehabilitationskurse oder Seniorensport können zukünftig in den Becken stattfinden. Die Stadt Tangerhütte setzt damit ein klares Zeichen für die Integration und Inklusion aller Menschen in das gesellschaftliche Leben. Die Dringlichkeit dieses Projekts wurde bereits in einer Veranstaltung am 08. April 2024 mit dem Paritätischen Wohlfahrtsverband, dem Teilhabemanagement des Landkreises und Selbsthilfegruppen bekräftigt.
Finanzierung und nächste Schritte
Die Initiative zur Anschaffung der Schwimmbadlifte ging von der Fraktion CDU_WG Zukunft aus. Für die Realisierung des Projektes sind pro Anlage einmalige Kosten von etwa 12.000 Euro veranschlagt, hinzu kommen jährliche Folgekosten von rund 700 Euro für Wartung und Betrieb.
Um die finanzielle Belastung für die Gemeinde zu minimieren, wird die Verwaltung aktiv Fördermittel beantragen. Hierbei werden verschiedene Programme in Betracht gezogen, darunter die der Aktion Mensch, Landesförderprogramme für Sportstättenbau sowie mögliche Bundesprogramme wie der "Investitionspakt zur Förderung von Sportstätten", die explizit Barrierefreiheit berücksichtigen. Der notwendige Eigenanteil der Stadt wird im Haushalt für das Jahr 2027 eingestellt.
Bürgermeister Andreas Brohm: „Ort der Begegnung und Erholung für alle“
Bürgermeister Andreas Brohm äußerte sich erfreut über den Beschluss des Stadtrates: „Mit dieser wichtigen Entscheidung setzen wir ein klares Zeichen für Barrierefreiheit und gesellschaftliche Teilhabe in unserer Einheitsgemeinde. Unsere Freibäder sollen Orte der Begegnung und Erholung für alle Bürgerinnen und Bürger sein. Es ist uns ein großes Anliegen, generationsgerechte Angebote zu schaffen und die Gesundheit unserer gesamten Gemeinschaft zu stärken. Ich danke der Fraktion CDU_WG Zukunft für den Impuls und allen Gremien für die einstimmige Empfehlung und den Beschluss.“
Die Verwaltung wird nun die notwendigen Schritte einleiten, um konkrete Angebote einzuholen, die Förderanträge zu stellen und die Implementierung der Schwimmbadlifte für das kommende Haushaltsjahr 2027 vorzubereiten. Die Bürgerinnen und Bürger können sich auf noch zugänglichere und inklusive Freibäder freuen.