Blick auf Technik, Gebäude und großes Ehrenamt - Gemeindewehrleitung zieht Bilanz der jährlichen Gerätehaus-Tour
Pressemitteilung Nr. 252/2026
Wie steht es um den Brandschutz, die Technik und die Feuerwehrhäuser in den Dörfern der Einheitsgemeinde Stadt Tangerhütte? Um sich ein genaues Bild vor Ort zu machen, waren die Gemeindewehrleitung und der Bereich Brandschutz der Einheitsgemeinde Stadt Tangerhütte am 31. Oktober von 7:00 bis 15:00 Uhr auf ihrer jährlichen Gerätehaus-Tour unterwegs. Neben der Bestandsaufnahme von Gebäuden und Ausrüstung stand vor allem ein Thema im Mittelpunkt: der persönliche Dank an die vielen ehrenamtlichen Einsatzkräfte.
Großes Engagement: Ehrenamt leistet Enormes auf eigene Faust
Besonders beeindruckt zeigte sich die Wehrleitung von der enormen Eigeninitiative in vielen Ortschaften. Der Einsatz der Kameradinnen und Kameraden endet längst nicht beim Löschen oder Üben: Vielerorts packen die Mitglieder selbst mit an, um ihre Standorte in Schuss zu halten.
- Typische Eigenleistungen: Selbst organisierte Pflasterarbeiten, Instandhaltungen und Reparaturen an den Gerätehäusern.
- Starke Partner: Die örtlichen Feuerwehr-Fördervereine leisten unverzichtbare Hilfe, indem sie wichtige Zusatzausstattungen finanzieren.
„Es ist bemerkenswert, mit wie viel Herzblut sich unsere Kameradinnen und Kameraden engagieren. Was hier in Eigenleistung geschaffen wird, verdient allerhöchste Anerkennung und ist keineswegs selbstverständlich“, betont die Gemeindewehrleitung.
Ehrliche Bestandsaufnahme: Hoher Investitionsbedarf
Der Rundgang machte jedoch auch deutlich, vor welch großen baulichen und räumlichen Herausforderungen die Einheitsgemeinde steht. Viele Standorte entsprechen nicht mehr den Anforderungen an eine moderne Feuerwehr.
- Bereits umgesetzt: In Standorten wie Tangerhütte, Bittkau sowie Lüderitz/Groß Schwarzlosen konnten in der Vergangenheit bereits größere Baumaßnahmen realisiert werden.
- Künftige Kosten: Um alle Standorte zukunftsfähig aufzustellen – sei es durch Neubauten oder grundlegende Sanierungen –, sind auch in Zukunft Investitionen in Millionenhöhe erforderlich.
Da nicht alle Wünsche sofort erfüllt werden können, sei ein ehrlicher Dialog über Prioritäten notwendig. Maßnahmen müssen gemeinsam bewertet und langfristig geplant werden.
Räumliche Enge als Herausforderung – Beispiel Grieben
Wie unterschiedlich die Bedingungen vor Ort sind, zeigt der Standort Grieben. Hier herrschen sehr beengte Platzverhältnisse. Die Situation spitzt sich in Kürze zu:
- Neues Einsatzfahrzeug: Die Ortsfeuerwehr Grieben erwartet Anfang des kommenden Jahres ein neues Fahrzeug.
- Dies verdeutlicht, wie dringend vorausschauende Lösungen für die Unterbringung von Technik gebraucht werden und wie diszipliniert die Wehren mit dem vorhandenen Platz wirtschaften müssen.
Fazit: Tour bleibt fester Bestandteil
Trotz des engen Zeitplans war der Besuch ein voller Erfolg. Die Gemeindewehrleitung und das Team Brandschutz wurden überall herzlich empfangen.
Für die Verantwortlichen steht fest: Die Gerätehaus-Tour bleibt ein fester, jährlicher Termin. Denn ein verlässlicher Brandschutz für die Bürgerinnen und Bürger der Einheitsgemeinde Tangerhütte gelingt nur durch moderne Technik, gute Rahmenbedingungen und einen offenen Austausch auf Augenhöhe.
Mitmachen bei der Freiwilligen Feuerwehr
Wer Interesse an der Arbeit der Freiwilligen Feuerwehr hat, kann unverbindlich einen Dienstabend der Feuerwehr im eigenen Ort besuchen. Interessierte können sich außerdem beim Team Brandschutz der Einheitsgemeinde Stadt Tangerhütte unter brandschutz@tangerhuette.de melden. Eine Interessensbekundung ist auch über das Digitale Rathaus möglich.