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Einheitsgemeinde Stadt Tangerhütte stellt Weichen für die Zukunft der Kinderbetreuung

Pressemitteilung Nr. 128/2026

Sinkende Kinderzahlen, steigende Anforderungen und begrenzte Ressourcen müssen gemeinsam betrachtet werden

Die bringt ein umfassendes Konzept zur Weiterentwicklung ihrer Kindertageseinrichtungen in die politische Beratung ein. Ziel ist es, die frühkindliche Bildung und Betreuung in der Fläche langfristig zu sichern und zugleich realistisch zu bewerten, welche personellen, baulichen und finanziellen Voraussetzungen dafür notwendig sind.

Das Konzept ist Ergebnis eines längeren Arbeitsprozesses. In den vergangenen Monaten wurden Daten ausgewertet, Einrichtungen betrachtet, Rückmeldungen von Eltern, Leitungskräften und pädagogischen Fachkräften aufgenommen und die Ergebnisse in den zuständigen Gremien beraten. Grundlage war ein Auftrag des Stadtrates, die Kita-Landschaft der Einheitsgemeinde nicht nur punktuell, sondern ganzheitlich zu betrachten.

Kinderzahlen verändern die Ausgangslage

Ein wesentlicher Anlass für das Konzept ist die demografische Entwicklung. Die Geburtenzahlen in der Einheitsgemeinde Stadt Tangerhütte sind in den vergangenen Jahren deutlich zurückgegangen. Während es in früheren Betrachtungszeiträumen noch deutlich mehr Geburten gab, lag die Zahl im Zeitraum 2024/2025 nur noch bei 50 Geburten.

Diese Entwicklung wirkt sich unmittelbar auf die Kindertageseinrichtungen aus. Weniger Kinder bedeuten nicht automatisch weniger Aufwand. Gerade kleinere Einrichtungen benötigen auch bei sinkender Auslastung ein Mindestmaß an Personal, um Aufsicht, Kinderschutz, Öffnungszeiten und Betriebssicherheit zu gewährleisten.

Damit steht die Einheitsgemeinde vor einer grundsätzlichen Frage: Wie kann eine wohnortnahe Betreuung im ländlichen Raum erhalten werden, wenn Kinderzahlen sinken, Anforderungen steigen und die finanziellen Möglichkeiten begrenzt sind?

Was in den vergangenen Monaten notwendig war

Für das Konzept wurde zunächst die bestehende Kita-Landschaft umfassend betrachtet. Dazu gehörten Kinderzahlen, Geburtenentwicklung, Auslastung, Wegebeziehungen, Personalstruktur, baulicher Zustand der Einrichtungen und finanzielle Eckdaten.

Zugleich wurden Eltern, Leitungskräfte und pädagogische Fachkräfte einbezogen. Die Rückmeldungen zeigen ein klares Bild: Eltern wünschen sich kurze Wege, verlässliche Öffnungszeiten, feste Bezugspersonen, ausreichend Personal und eine gute Ausstattung der Einrichtungen. Auch aus den Teams selbst wurde deutlich, dass Personal, Vertretung, Gesundheit, Kommunikation und Wertschätzung zentrale Themen sind.

Damit macht das Konzept sichtbar, dass es nicht ausreicht, nur über Gebäude oder einzelne Standorte zu sprechen. Im Mittelpunkt steht die Frage, welche Qualität die Einheitsgemeinde bei der Kinderbetreuung sichern will und welche Rahmenbedingungen dafür geschaffen werden müssen.

Qualität, Personal und Standorte gehören zusammen

Das Konzept zeigt mehrere Handlungsfelder auf. Dazu zählen pädagogische Qualität, personelle Qualität, räumlich-bauliche Voraussetzungen, Inklusion, Digitalisierung, gesunde Versorgung und personelles Gesundheitsmanagement.

Diese Themen hängen eng zusammen. Gute pädagogische Arbeit braucht ausreichend qualifiziertes Personal. Verlässliche Öffnungszeiten brauchen ein tragfähiges Vertretungssystem. Der Erhalt aller Einrichtungen braucht eine ehrliche Betrachtung der Kosten. Und Investitionen in Gebäude müssen mit Kinderzahlen, Nutzungsperspektiven und finanzieller Leistungsfähigkeit abgeglichen werden.

Mit dem Kita-Konzept liegt erstmals eine breite Grundlage auf dem Tisch, die die vielen Einzelaspekte zusammenführt. Es geht nicht um eine einfache Entscheidung, sondern um eine ehrliche Debatte: Welche Betreuung wollen wir anbieten, was brauchen unsere Kinder und Familien, was können wir unserem Personal zumuten und was ist dauerhaft finanzierbar?

Beratung in Ortschaftsräten, Ausschüssen und Stadtrat

Das Konzept wird nun in den Ortschaftsräten sowie in den zuständigen Ausschüssen beraten. Abschließend soll der Stadtrat das Konzept in seiner Sitzung am 24. Juni beschließen.

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Einheitsgemeinde Stadt Tangerhütte stellt Weichen für die Zukunft der Kinderbetreuung
Pressemitteilung Nr. 128/2026
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