Veröffentlichungsdatum: 18.12.2025
Es war ein Tag, der zeigte, was dieses Rathaus seit 120 Jahren ausmacht: Wandel, Engagement und Nähe. Viele interessierte Bürgerinnen und Bürger fanden am Dienstag, 16. Dezember, den Weg ins Rathaus Tangerhütte und nutzten den Tag der offenen Tür anlässlich des 120-jährigen Bestehens des Hauses, um Geschichte, Gegenwart und Zukunft der Verwaltung kennenzulernen.
Bereits am Vormittag füllte sich das Rathaus mit Gesprächen, neugierigen Blicken und Begegnungen. Einige Gäste kamen ganz bewusst, um mehr über die Geschichte des Hauses und das heutige Wirken der Mitarbeitenden zu erfahren. Andere ließen sich zunächst vom Kaffee- und Kuchenangebot, das die Mitarbeitenden zur Feier des Tages vorbereitet hatten, anziehen – und blieben dann länger als geplant.
Ein Haus, das Veränderung kennt
Bürgermeister Andreas Brohm begrüßte Mitarbeitende und Gäste gegen 10:00 Uhr im Foyer. In seinen Worten spannte er den Bogen von den Anfängen des Rathauses bis in die Gegenwart und machte deutlich, dass Veränderungsprozesse kein Ausnahmezustand sind, sondern seit 120 Jahren zur Geschichte dieses Hauses gehören.
Bereits bei der Fertigstellung im Jahr 1905 war das Rathaus mehr als ein Verwaltungsgebäude: Amtsstuben, Sitzungssaal, Polizeiwache, Wohnung des Amtsvorstehers und sogar Gefängniszellen waren unter einem Dach vereint. Vieles davon ist heute Geschichte, anderes ist zurückgekehrt. So ist die Polizei seit einigen Jahren wieder im Rathaus ansässig, während Arrestzellen und Dienstwohnungen längst der Vergangenheit angehören. Das Rathaus hat sich immer wieder an neue Anforderungen angepasst – und genau das prägt es bis heute.
Ein sichtbares Zeichen des Jubiläums
Zur bleibenden Erinnerung an das 120-jährige Jubiläum hatten die Mitarbeitenden die Idee, den Tag auch im täglichen Bild des Rathauses sichtbar zu machen. In diesem Zusammenhang wurde eine kleine Wandtafel in Auftrag gegeben, die künftig dauerhaft im Rathaus an das Jubiläum erinnert.
Im Anschluss an die Eröffnung durch den Bürgermeister wurde die Tafel gemeinsam mit den Initiatoren und Impulsgebern Kathleen Altmann und Jörg Feldmann enthüllt. Sie hängt nun für alle gut sichtbar im Foyer des Rathauses und steht symbolisch für den Wandel des Hauses sowie für das Engagement der Mitarbeitenden, die diesen Tag angestoßen und getragen haben.
Mitarbeitende geben Einblicke und machen Verwaltung erlebbar
Der Impuls für diesen Tag kam aus der Verwaltung selbst. Den Mitarbeitenden war es ein besonderes Anliegen, das Rathaus zu öffnen, Verwaltung verständlich zu machen und zu zeigen, was hinter den täglichen Aufgaben tatsächlich steckt. Dieses Engagement prägte den gesamten Tag.
Im Standesamtszimmer stellten sich verschiedene Bereiche vor, erklärten ihre Aufgaben und machten deutlich, wie vielfältig und komplex Verwaltungsarbeit heute ist. Es ging nicht nur um Zuständigkeiten, sondern um den Austausch mit den Menschen, für die diese Arbeit täglich geleistet wird.
Als feste Termin über den Tag verteilt gab es drei Rathausführungen, bei denen Bürgermeister Andreas Brohm die interessierten Gruppen auf eine Reise durch das Haus mitnahm: vorbei an Online-Terminals, durch zwei Treppenhäuser, zwei Sitzungszimmer, zahlreiche Büros und entlang der Ausstellung zur Geschichte des Rathauses. Geschichte und Gegenwart lagen dabei oft nur wenige Schritte auseinander.
Geschichte trifft Zukunft – im Gespräch mit den Bürgerinnen und Bürgern
Immer wieder rückte dabei auch die Zukunft in den Mittelpunkt: unter dem Motto „komplexes verständlich machen“ gab es Einblicke in Überlegungen, die sich mit diesen und anderen Fragen auseinandersetzen. Was kann Verwaltung heute schon digital leisten? Wo braucht es weiterhin persönliche Ansprechpartner und wo nicht? Oder Wie wird sich das Rathaus entwickeln, wenn immer mehr Prozesse online stattfinden?
Digitalisierung verkürzt Wege – ersetzt aber nicht den Menschen
Der Tag machte deutlich: Digitalisierung verkürzt Wege – ersetzt aber nicht den Menschen. Das Rathaus der Zukunft wird weniger Papier benötigen, aber umso mehr Raum für Beratung, Orientierung und persönliche Unterstützung bieten.
Positives Fazit und Blick nach vorn
Bürgermeister Andreas Brohm zeigte sich am Ende des Tages sehr zufrieden. Besonders hob er das Engagement der Mitarbeitenden hervor, die mit der Idee, der Vorbereitung und der Umsetzung diesen Tag überhaupt erst möglich gemacht haben. Solche Impulse aus der Verwaltung seien ein starkes Zeichen dafür, wie sehr sich die Mitarbeitenden mit ihrem Haus und ihrer Aufgabe identifizieren.
Jubiläen wie dieses seien wichtig, um zu zeigen, was die Verwaltung antreibt, wo sie herkommt und welche Überlegungen es für die Zukunft gibt. Ziel sei es, die Einheitsgemeinde Stadt Tangerhütte gemeinsam mit den Bürgerinnen und Bürgern zukunftsfähig weiterzuentwickeln - ländlich.lebendig.lebenswert.
Die vielen Gespräche an diesem Tag hätten gezeigt, wie groß das Interesse an einfachen Erklärungen zu aktuellen Themen ist: Warum liegen fast alle Discounter auf einer Seite der Stadt? Oder Kommt der Edeka wirklich? Oder Woher bekomme ich die PIN für meinen elektronischen Ausweis – und was kann ich damit alles machen?
Die Verwaltung möchte diesen Dialog weiterführen und künftig Formate entwickeln, in denen aktuelle Fragen transparent und leicht verständlich aufgegriffen werden.
Der Tag der offenen Tür hat gezeigt:
Dieses Rathaus ist offen. Die Verwaltung ist offen für neue Wege. Und der Austausch mit den Bürgerinnen und Bürgern ist ausdrücklich gewünscht.