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Intensiver Einsatztag für die Feuerwehren der Einheitsgemeinde Tangerhütte

Pressemitteilung Nr. 160/2026

Waldbrand bei Schernebeck, Unwettereinsätze und ausgelöste Brandmeldeanlage fordern Ortsfeuerwehren

Die Freiwilligen Feuerwehren der Einheitsgemeinde Stadt Tangerhütte haben einen intensiven Einsatztag hinter sich. Nach der großen Rettungsübung auf dem neuen A14-Abschnitt am Freitag folgten am Samstag mehrere reale Einsätze im Gemeindegebiet. Besonders der Waldbrand bei Schernebeck und die Folgen einer Gewitterzelle forderten die ehrenamtlichen Einsatzkräfte.

Brandmeldeanlage bei der Lebenshilfe ausgelöst

Bereits gegen 14.30 Uhr wurden die Ortsfeuerwehren Tangerhütte und Uchtdorf zur Liegenschaft der Lebenshilfe in Tangerhütte alarmiert. In einer Lagerhalle hatten mehrere Rauchmelder ausgelöst. Aufgrund der hohen Außentemperaturen hatte sich das Dachgeschoß der Lagerhalle erhitzt, so dass vor Ort Temperaturen von über 60 Grad Celsius gemessen wurden. Die Feuerwehr kontrollierte den betroffenen Bereich und übergab die Einsatzstelle anschließend an den Eigentümer.

Unklare Rauchentwicklung im Wald bei Schernebeck

Gegen 20 Uhr wurden die Ortsfeuerwehren Tangerhütte und Schernebeck erneut alarmiert. Gemeldet wurde durch die Leitstelle eine unklare Rauchentwicklung (Brand A Vegetation) im Wald bei Schernebeck. Bereits auf der Anfahrt veranlasste der Gemeindewehrleiter Marcel Franke aufgrund des mittlerweile sichtbaren Brandes eine Alarmstufenerhöhung auf „Brand B Vegetation“. Daraufhin wurden weitere Fahrzeuge und Einsatzkräfte aus Uchtdorf, Lüderitz, Groß Schwarzlosen, Bellingen und Hüselitz nachalarmiert.

Feuer breitete sich bis in die Baumkronen aus

Nach der ersten Lageerkundung im Wald bei Schernebeck wurde deutlich, dass sich das Feuer bereits in den Baumkronen ausbreitete. Daraufhin wurde die Alarmstufe auf „Brand C Vegetation“ erhöht, weitere Einheiten zur Einsatzstelle entsandt. Nach Angaben der Polizei brannten etwa 600 bis 700 Quadratmeter Kiefernwald. Als mögliche Ursache wird ein Blitzeinschlag geprüft. Es wurden zwei Einsatzkräfte leicht verletzt.

Fernmeldebetriebsstelle im Gerätehaus Tangerhütte eingerichtet

Parallel zum Waldbrand liefen infolge der Gewitterzelle weitere Einsätze im Gebiet der Einheitsgemeinde auf. Aus diesem Grunde wurde der Einsatz im Schernebecker Wald durch den Einsatzleiter Osterwald geführt, während Gemeindewehrleiter Franke mit einem Team im Gerätehaus Tangerhütte eine Fernmeldebetriebsstelle einrichtete, um die Leitstelle des Landkreises zu entlasten. Von dort aus wurden die weiteren Einsatzlagen koordiniert.

Umgestürzte Bäume und überflutete Straßen

Mehrere umgestürzte Bäume mussten durch die Ortsfeuerwehr Weißewarte zwischen Weißewarte und Buch beseitigt werden. Dabei wurden die Kräfte der Freiwilligen Feuerwehr der Einheitsgemeinde durch Einsatzkräfte aus Tangermünde unterstützt. Außerdem waren die Ortsfeuerwehren Jerchel, Grieben und Bittkau im Einsatz, um Bäume von Straßen zu räumen.

In Bellingen führte der starke Regen dazu, dass ein Großteil der Dorfstraße überflutet wurde. Die Kameradinnen und Kameraden der Ortsfeuerwehr waren dort bis nach Mitternacht mit Reinigungs- und Sicherungsarbeiten beschäftigt.

Dank an die ehrenamtlichen Einsatzkräfte

Bürgermeister Andreas Brohm dankt allen Einsatzkräften für ihre Einsätze: „Unsere Feuerwehrkameradinnen und Feuerwehrkameraden haben an diesem Wochenende erneut gezeigt, wie unverzichtbar das Ehrenamt für unsere Einheitsgemeinde ist. Nach der großen A14-Übung am Freitag folgten am Samstag reale Einsätze bei Hitze, Gewitter, Waldbrand und Starkregen. Das ist eine enorme Belastung – und zugleich ein beeindruckender Beleg für die Leistungsfähigkeit unserer Freiwilligen Feuerwehren.“

Wachsende Anforderungen an den Brand- und Katastrophenschutz

Brohm betont zugleich, dass solche Einsatzlagen deutlich machen, welche Verantwortung die Kommunen im Brand- und Katastrophenschutz tragen: „Wir sind dankbar für dieses Engagement. Aber wir müssen auch klar sagen: Die Anforderungen an die kommunalen Feuerwehren wachsen – durch Extremwetter, Vegetationsbrände, zusätzliche Infrastruktur und immer komplexere Einsatzlagen. Diese Aufgaben werden vor Ort durch Ehrenamtliche getragen und durch die Kommunen finanziert. Das verdient Anerkennung, Unterstützung und eine ehrliche Debatte über die Ausstattung der Städte und Gemeinden.“

88 Einsatzkräfte beim Waldbrand im Einsatz

Insgesamt waren beim Waldbrand bei Schernebeck 88 Einsatzkräfte aus neun Feuerwehren mit 17 Fahrzeugen im Einsatz. Auch die weiteren Unwettereinsätze konnten durch das koordinierte Zusammenwirken der Ortsfeuerwehren abgearbeitet werden.

Die Einheitsgemeinde Stadt Tangerhütte spricht allen beteiligten Kameradinnen und Kameraden sowie den unterstützenden Kräften aus den Nachbarkommunen ihren ausdrücklichen Dank aus.

Mitmachen erwünscht!

Wer Interesse an der Arbeit der Feuerwehr hat – ob jung oder alt – ist herzlich eingeladen, bei den Dienstabenden der Feuerwehr im jeweiligen Ort vorbeizuschauen oder sich direkt beim Team Brandschutz im Rathaus zu melden (brandschutz@tangerhuette.de). Auch im Digitalen Rathaus ist eine Interessensbekundung möglich.

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