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Weitere A14-Freigabe: Fortschritt für die Altmark – mehr Verantwortung für Tangerhütte

Pressemitteilung Nr. 162/2026

Am vergangenen Montag, den 29. Juni 2026, wurde ein weiterer wichtiger Abschnitt der Autobahn A14 zwischen Lüderitz und Stendal-Süd für den Verkehr freigegeben. Dieser 6,8 Kilometer lange, vierspurige Neubau ist ein bedeutsamer Fortschritt für die gesamte Altmark, bringt jedoch auch erhebliche zusätzliche Aufgaben und Kosten für die Einheitsgemeinde Stadt Tangerhütte mit sich.

Die Einheitsgemeinde Stadt Tangerhütte begrüßt die A14 als Motor für die regionale Entwicklung. „Die bessere Anbindung, kürzere Wege und die Entlastung unserer Ortschaften sind klare Vorteile für unsere Bürgerinnen und Bürger, Unternehmen und die Zukunft des ländlichen Raumes“, erklärt Bürgermeister Andreas Brohm.

„14,83 Kilometer mehr Verantwortung“ – Eine Erfahrung von 2023

Doch bereits bei der letzten Freigabe des A14-Abschnitts zwischen Tangerhütte und Lüderitz im Dezember 2023 hatte die Einheitsgemeinde darauf hingewiesen, dass jeder neue Autobahnkilometer auch konkrete Verantwortung vor Ort bedeutet. Die damalige Pressemitteilung trug bewusst den Titel: „14,83 Kilometer mehr Verantwortung“.

Diese Einschätzung gilt heute erneut. Mit dem Abschnitt Lüderitz–Stendal-Süd kommt ein weiterer Einsatzraum für unsere Freiwilligen Feuerwehren hinzu. Dies bedeutet längere Anfahrtswege, besondere Herausforderungen bei technischen Hilfeleistungen nach Unfällen auf der Autobahn – beispielsweise bei Lkw-Havarien – und die Notwendigkeit, auch tagsüber ausreichend ehrenamtliche Kräfte für den Ernstfall bereitzuhalten.

Feuerwehr trägt Verantwortung – Kommunen tragen die Last

„Autobahnfreigaben sind tolle Termine, die Hoffnung machen. Man schneidet ein Band durch und freut sich über Fortschritt“, so Bürgermeister Brohm. „Doch danach beginnt für unsere Feuerwehren und die Kommunen der ernsthafte Alltag. Die Kameradinnen und Kameraden müssen im Ernstfall rausfahren. Die Kommune muss jedoch die Ausbildung, die Technik, die Gerätehäuser, die Fahrzeuge und die gesamte Einsatzbereitschaft organisieren und finanzieren.“

Die kürzlich durchgeführte Großübung, an der Feuerwehr, Rettungsdienst, Polizei und Katastrophenschutz beteiligt waren, hat eindrucksvoll gezeigt, wie anspruchsvoll und komplex Einsätze auf der Autobahn sind. Diese intensive Vorbereitung ist unerlässlich, doch sie bindet ebenfalls Ressourcen.

Kommunen am Limit: Infrastruktur braucht mehr als nur Straßenbau

Die Einheitsgemeinde hatte erst kürzlich am bundesweiten Aktionstag „Kommunen am Limit“ teilgenommen. Der neue A14-Abschnitt verdeutlicht exemplarisch, worum es dabei geht: Infrastruktur ist nicht nur der Bau einer Straße. Infrastruktur bedeutet auch, dass vor Ort Menschen und Mittel bereitstehen, wenn etwas passiert. Kitas, Schulen, Straßen, Freibäder, Bürgerdienste und die Feuerwehr sind kommunale Aufgaben. Wenn neue Pflichtaufgaben hinzukommen, müssen auch die notwendigen finanziellen und personellen Voraussetzungen dafür geschaffen werden.

„Wir freuen uns über die A14 und ihre positiven Auswirkungen auf die Altmark. Aber wir dürfen die Folgekosten und die damit verbundene Verantwortung nicht ausblenden“, betont Brohm. „Der Bund baut die Autobahn. Aber die Einsatzbereitschaft im Alltag sichern am Ende wir Kommunen mit unseren ehrenamtlichen Feuerwehren. Das muss bei solchen Großprojekten ehrlich benannt werden.“

Persönliches Zeichen zur Freigabe

Wie bereits zur Freigabe der Anschlussstelle Tangerhütte wird Bürgermeister Andreas Brohm auch zur morgigen Freigabe ein persönliches Zeichen setzen und den neuen Abschnitt zu Fuß erkunden. „Es geht darum, die Strecke nicht nur als Bauwerk zu sehen, sondern als neuen Raum, für den vor Ort Verantwortung übernommen werden muss“, erklärt Brohm.

Die Einheitsgemeinde Stadt Tangerhütte dankt allen Kameradinnen und Kameraden der Freiwilligen Feuerwehren, der Gemeindewehrleitung, den beteiligten Rettungsdiensten, der Polizei und allen Kräften des Katastrophenschutzes für ihre unermüdliche Vorbereitung und die ständige Einsatzbereitschaft, auch diese neue Herausforderung zum Wohle unserer Gemeinschaft zu meistern.

 

 

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