In der Einheitsgemeinde Tangerhütte nimmt das Projekt „Mehr Chancen für Kinder im ländlichen Raum“ weiter Fahrt auf. Was ursprünglich als wegweisendes Projekt zur Ermittlung von Bedarfen und zur Schaffung gleicher Chancen für Kinder im ländlichen Raum ins Leben gerufen wurde, hat sich erfolgreich zu einem starken Netzwerk entwickelt und wird nun über das Jahr 2026 hinaus fortgeführt. Mit dem Blick auf eine noch breitere Wirkung und um alle Altersgruppen – von Kindern und Jugendlichen bis hin zu Erwachsenen und Senioren – einzubinden, geht das Projekt jetzt den entscheidenden Schritt zur Schaffung einer „Offenen Tür“ als zentrale Anlaufstelle.
Im Mittelpunkt steht dabei nicht die Thematisierung von Defiziten, sondern vielmehr die positive Gestaltung von Gemeinschaft, die Schaffung von neuen Möglichkeiten, Begegnungen und Unterstützung für ein lebendiges Miteinander in unserer Einheitsgemeinde.
Wo stehen wir aktuell im Projekt „Mehr Chancen für Kinder im ländlichen Raum“?
Das Projekt zeigt bereits gute Fortschritte in seiner etablierten Struktur:
- Es besteht ein wöchentlicher und enger Austausch mit der Ansprechpartnerin des Deutschen Kinderhilfswerks e.V. (DKHW e.V.), dem Hauptpartner des Projekts.
- Eine engagierte Steuerungsgruppe, bestehend aus Frau Jacob-Tadewald (Schulsozialarbeiterin), Herrn Bernd Zürcher (Kunstplatte), Frau Ulrike Geringer (Stadtteilmanagement Stendal-Stadtsee und Familienpatenkoordination), Frau Carolin Engel (Kreis-Kinder- und Jugendring), Herrn Sven Projahn (Germania Tangerhütte) sowie Frau Eileen Wolf-Köppe und Frau Anna-Maria Thorau, trifft sich weiterhin regelmäßig im Sechs-Wochen-Rhythmus.
- Das erste Koordinierungstreffen, bei dem das Projekt vorgestellt und die im Vorfeld versendeten Fragebögen ausgewertet wurden, fand am 28.01.2026 statt.
- Ein regelmäßiger interkommunaler Austausch mit anderen Projektkommunen sichert den Transfer von Best Practices und neuen Ideen.
- Das Projekt wird weiterhin von der Postcode Lotterie finanziert.
Woran wird gearbeitet, um die „Offene Tür“ zu realisieren?
Um die ‚Offene Tür‘ optimal gestalten zu können und passgenaue Angebote zu entwickeln, läuft derzeit intensive Arbeit an folgenden Punkten:
- Weiterführende Bedarfsanalyse: Es werden wichtige Datensätze beschafft und die strukturellen Gegebenheiten der Einheitsgemeinde Tangerhütte detailliert beschrieben, um die Bedürfnisse der verschiedenen Altersgruppen umfassend zu erfassen.
- Schülerbefragung: Ein speziell entwickelter Fragebogen wurde den Schülerinnen und Schülern der Gemeinschaftsschule „Wilhelm Wundt“ vorgelegt. Ihre Antworten, die in der Woche vom 22. bis 26. Juni 2026 erhoben wurden, sind entscheidend, um die Interessen und Wünsche insbesondere der jungen Generation zu erfassen und passende Angebote zu entwickeln.
Was ist das konkrete nächste Ziel?
Das zentrale Ziel ist die Etablierung und Eröffnung der „Offenen Tür“ im Kulturhaus/Jugendclub. Diese soll eine niedrigschwellige, einladende und dauerhafte Anlaufstelle für alle Altersgruppen werden – für Kinder, Jugendliche, Erwachsene und Senioren gleichermaßen. Hier sollen vielfältige Angebote und Workshops entstehen, die sich gezielt an den ermittelten Interessen und Bedarfen orientieren. Der regelmäßige Austausch mit den anderen Projektkommunen bleibt dabei weiterhin ein wichtiger Bestandteil, um voneinander zu lernen und das Projekt stetig weiterzuentwickeln.
Was wird bis Ende 2027 erreicht sein?
Bis Ende 2027 sollen durch das Projekt „Mehr Chancen für Kinder im ländlichen Raum“ und die Schaffung der „Offenen Tür“ nachhaltige Strukturen geschaffen werden, die das Gemeindeleben bereichern:
- Aufbau einer Präventionskette: Frühzeitige Unterstützung und Vernetzung, um Bedarfe schnell erkennen und entsprechende Angebote machen zu können.
- Erweiterung des vorhandenen Netzwerkes: Die Zusammenarbeit zwischen Vereinen, Institutionen und Ehrenamtlichen wird ausgebaut und gestärkt.
- Die „Offene Tür“, ein etablierter Anlaufpunkt: Ein fester und selbstverständlicher Bestandteil des Gemeindelebens, an dem sich Menschen gerne treffen, austauschen und neue Impulse erhalten.
- Zufriedenere Mitbürgerinnen und Mitbürger: Ein gestärktes Gemeinschaftsgefühl und ein vielfältiges Angebot tragen zu einem höheren Wohlbefinden bei.
„Das Projekt ‚Mehr Chancen für Kinder im ländlichen Raum‘ hat bereits gezeigt, wie wichtig das Erkennen von Bedarfen und der Aufbau starker Netzwerke sind. Mit der ‚Offenen Tür‘ schaffen wir nun einen physischen Raum, der dieses Miteinander für alle Altersgruppen erlebbar macht und unsere Gemeinde noch lebendiger werden lässt“, so Bürgermeister Andreas Brohm. „Wir freuen uns auf die weitere Entwicklung und die Zusammenarbeit mit allen Beteiligten, um für unsere Bürgerinnen und Bürger mehr Chancen und eine offene Anlaufstelle zu schaffen.“